TAHUNA ON TOUR

STATION 01: OSTBELGIEN

Best of Wandern Testcenter:

Haus für Tourismus/ Maison du Turisme Malmedy
Place Albert 1er, 29a
B-4960 Malmedy
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Ostbelgien - Wilde Ursprünglichkeit

Ostbelgien ist ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Nur wenige Kilometer hinter der deutsch-belgischen Grenze bei Monschau erstreckt sich das wohl berühmteste Naturreservat Belgiens, das Hohe Venn. Das direkt an die Eifel grenzende, 5.000 Hektar große Hochplateau entstand vor etwa 10.000 Jahren. Zum Ende der letzten Eiszeit entstanden auf dem bis zu 694 Meter hohen, kargen Schiefer-Gebirgskamm Hochmoore, die bis heute ein einzigartiges Ökosystem bilden. Ein seltenes, urzeitliches Flair durchströmt die Region zwischen Malmedy (B), Spa (B), Eupen (B) und Monschau (D). Der nährstoffarme Boden und das an arktische Regionen erinnernde Klima des Hohen Venns sorgen dafür, dass Pflanzen nur extrem langsam wachsen. Entsprechend vorsichtig sollten Wanderer und Radfahrer mit der Natur umgehen und auf den markierten Wegen bleiben. Schon ein einziger Schritt abseits der Wege kann die Natur an dieser Stelle für Jahre zerstören, und eine Fahrradspur durch das Moor kann jahrelang sichtbar bleiben. Acht Monate im Jahr beherrscht der Winter die Region, so dass für Frühjahr, Sommer und Herbst gerade vier Monate zur Verfügung stehen.

Bis heute sind die weit ausgedehnten Moorflächen ursprünglich, wild und vom Menschen nahezu unberührt. Durchschnittlich 230 Regentage und 180 Nebeltage im Jahr verleihen dem Hohen Venn eine häufig mystische Atmosphäre. Plötzlich auftretende, dichte Nebel überraschen so manchen Wanderer und Radfahrer. Innerhalb von Minuten legen sie sich wie eine undurchdringliche Wattewand über die schwammartigen, bis zu sieben Meter dicken Torfmoorflächen, verschlucken alle Geräusche und erschweren die Orientierung. Gut, wenn man dann ein TAHUNA GPS-Gerät bei sich hat, denn nicht selten verirren sich Wanderer bei plötzlich auftretendem Nebel. Sogenannte "Vennkreuze" am Wegesrand erinnern an schicksalhafte Ereignisse der Vergangenheit, wenn Menschen auf dem Hohen Venn von Nebel, Kälte und Schneegestöber überrascht wurden...

Naturfreunde lieben das Hohe Venn, denn es bietet einen einzigartigen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, die nur im Gleichgewicht eines funktionierenden Ökosystems überleben können. Zu ihnen gehören beispielsweise das extrem von Aussterben bedrohte Birkhuhn, der nachtaktive Biber oder die äußerst seltene Hochmoor-Mosaikjungfer. Wenn der Frühling zu Ende geht, gibt Wollgras mit seinen weißen, filigranen Lockenköpfchen dem Moor ein feenhaftes Aussehen. Im Sommer lässt sich dann unter anderem der von Insekten lebende Sonnentau entdecken, bevor im Herbst Preisel-, Heidel- und andere Beeren dem Moor wieder ein neues Aussehen geben.

Lass dich entlang der markierten Wege und auf kilometerlangen Holzstegen durch diese urzeitliche Wunderwelt führen, und nimm dein TAHUNA GPS-Gerät mit, damit du immer und überall sicher zu deinem Ziel gelangst!

Kostenlos ausleihen und einen ganzen Tag lang ausführlich testen kannst du die neuesten TAHUNA GPS-Geräte übrigens, wenn du vor deiner Tour das "Best of Wandern"-Testcenter mitten in Malmedy besuchst.

Wandertour - Der wilde Canyon des Trôs-Maret

KEY FACTS
  • Start-Koordinaten: N 50° 26.782' E 006° 01.973'
  • Streckenlänge: ca. 5 km
  • Anstieg (Höhenmeter): 192 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer, für Kinder und Hunde geeignet, nicht für Kinderwagen geeignet
  • Tipp: Wasserdichte Wanderschuhe mitnehmen, Fotoapparat nicht vergessen

Als wir uns im Best-of-Wandern (BoW)-Testcenter in Malmedy (Belgien) nach einer schönen Wandertour für alle Altersgruppen erkundigen, haben die freundlichen und zuvorkommenden Mitarbeiter sofort einen Geheimtipp für uns: wir sollen den Canyon des Trôs-Maret erwandern.

Dabei handelt es sich um eine ganz neue Wanderstrecke, die - im Mai 2019 - noch nicht beschildert ist. Also packen wir unseren Laptop aus, öffnen das TAHUNA-Tool und lassen uns den Wegverlauf auf der elektronischen Wander- und Fahrradkarte zeigen. In wenigen Minuten erfassen wir den genauen Verlauf des neuen Weges, speichern ihn als GPX-Datei und kopieren diese auf unser TAHUNA TEASI ONE4. Mit dem Auto und erreichen wir schnell den nur wenige Kilometer entfernten Startpunkt der Tour. Ein schmaler Weg führt uns in den Wald, und bereits nach wenigen hundert Metern steigen wir über einen steilen, unbefestigten Weg in den Canyon des Gebirgsbachs "Trôs-Maret" hinab. Je weiter wir in den Canyon vordringen, desto enger wird die Schlucht. Nachdem wir eine Brücke überquert haben, befinden wir uns im schönsten und wildesten Teil des Canyons. Die unberührte Natur des Naturschutzgebiets Hohes Venn zeigt sich von ihrer wildesten Seite. Hinter der zweiten Brücke wird der Weg etwas anspruchsvoller, aber im Fels verankerte Stahlseile sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Wandern Nach einigen hundert Metern zwischen auf einem schmalen Pfad zwischen dem sprudelnden Wildwasser und steil aufragenden Hängen verlassen wir den Bachlauf. Höher und höher steigen wir über einen schmalen, steinigen Weg höher das Ufer des Moor-Wildbachs hinauf. Auf der Berghöhe gabelt sich der Weg in mehrere Richtungen, aber dank unseres TAHUNA finden wir zielsicher den kaum erkennbaren richtigen Trampelpfad, der uns durch den Wald erneut hinab zum Bachlauf führt. Über eine kleine Brücke erreichen wir das gegenüberliegende Ufer, wo der Weg im Nichts zu enden scheint. Aber das TAHUNA zeigt uns einen versteckten, ausgetretenen Pfad. Über ihn verlassen wir den Canyon. Wir erreichen die Anhöhe und genießen den Blick über eine Lichtung auf die angrenzenden Höhen. An einem Wegekreuz, dem Croix Géron, das früher die Grenze zwischen Belgien und Deutschland markierte, verlassen wir den Höhenweg und kehren über einen zunehmend steiler verlaufenden Weg zu unserem Ausgangspunkt zurück. Hier stillen wir unseren Hunger und Durst bei frischen Waffeln und Kakao, der Spezialität des dortigen Restaurants. Für uns ist der Canyon des Trôs Maret einer der schönsten Wanderwege in der Gemeinde Malmedy, dem "Tor zum Hohen Venn".